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Tages–, Wochen–, Jahresrhythmus

Von besonderer Bedeutung in der Waldorfpädagogik sind Rhythmus und Wiederholung. Der regelmäßig wiederkehrende Ablauf eines Tages, einer Woche (z. B. freitags Malen mit Aquarellfarben) und eines Jahres, gibt den Kindern Sicherheit und Geborgenheit: sich wiederholende Aktivitäten erleichtern die Orientierung in der Lebenswelt des Kindergartens und erlauben so die Entwicklung einer Alters entsprechenden Selbständigkeit.

Der Tagesablauf ist gekennzeichnet durch einen Wechsel von lebendigen und ruhigen Phasen, von Zeiten des freien Spiels und des angeleiteten strukturierten Arbeitens. Jedem Wochentag sind eine bestimmte Mahlzeit und eine bestimmte kunst-handwerkliche oder musische Tätigkeit zugeordnet.

Osternester Den Jahreslauf erleben die Kinder intensiv in der Natur, so beim "Einläuten" des Frühlings, bei Spaziergängen im nahen Wald oder beim Schlittenfahren. Dabei bleibt immer Zeit, Entdeckungen zu machen und mit den Elementen zu experimentieren.

Besonders wichtig im Jahreskreislauf sind das Feiern von traditionell christlichen Festen wie Weihnachten, Ostern und Pfingsten. Das Fest braucht eine Vorbereitungszeit, den Höhepunkt und den Ausklang. Im Wiedererkennen der Vorbereitung auf das Fest, macht sich in den Kindern Vorfreude breit. Der Festtag ist dann der Höhepunkt, an dem das ganze Kind angesprochen wird: der Leib beim Festmahl, die Seele durch einen schön gedeckten Tisch mit Kerzen und der Geist durch Lieder und der entsprechenden Geschichte.

So weit wie möglich werden die Kinder in allem Tun mit einbezogen. Auf dem festlich gedeckten Tisch entdecken sie ihre selbst geformten Gebäckstücke, sehen die erarbeiteten Geschenke oder auf das Fest bezogene Symbole z.B. die Osterkerze, oder eine Pfingsttaube aus Papier, bzw. die Martinslaternen.

Zur Abholzeit werden die Stühle dann von den Kindern in einem großen Kreis angeordnet. Die Mitte des Kreises wird dekoriert. Hier kommen die Kinder noch einmal ganz zur Ruhe. Sie singen gemeinsam und verabschieden sich so von ihren Freunden und den Erzieherinnen. So werden die Kinder durch die abholenden Eltern nicht aus ihrem Spiel gerissen, sondern finden einen geordneten Abschluss des Kindergartentages.